Architektur Das Dorf Buro an der Elbe birgt eine kulturhistorische Kostbarkeit: 
Ordenskirche. Komturei und Gartenanlage einer vor 750 Jahren gegründeten Niederlassung des Deutschen Ordens.
Die älteste Gründungsurkunde, die als spätere Abschrift den Besuchern heute noch gezeigt wird, stammt aus dem Jahre 1258. Noch heute verweisen Teile der Komturei in diese Zeit. Die Grundmauern der Ordenskirche sind sogar noch älter. In der Renaissance und der Barockzeit wurde die Bauten umfassend modernisiert.
Den tiefsten Eingriff erfuhr das Gebäudeensemble aber 1948.
Die Deutschordenskommende Buro teilte das Schicksal vieler Burgen, Schlösser und Herrensitze im Osten Deutschlands nach dem II. Weltkrieg. Politisch verblendete Menschen wollten die damals 700jährige Geschichte nicht wahr haben und jede Erinnerung vom Boden tilgen. Man gab die Niederlassung zum Abriß frei und begann - unter dem Vorwand der "Gewinnung von Baumaterialien" - auch prompt.
Vernichtet und für immer verloren sind so das "Neue Haus" von 1595 und der Ostflügel mit dem Speisesaal mit seinen goldgeprägten Ledertapeten.
Zum Glück war die eigentliche Komturei mit Umsiedlerfamilien besetzt, welche Wohnraum benötigten und die so dem Abriß entging.
Die besondere spirituelle und kulturhistorische Ausstrahlung umfängt aber auch heute noch jeden Besucher, der durch die niedrigen Portale von Ordenskirche und Komturei tritt. Die Ruhe und Stille, die sich dann in uns ausbreitet, läßt etwas spüren von dem alten Geist gläubigen Denken und Lebens.
Auf den kommenden Seiten erhalten Sie eine Übersicht über die Teile des historischen Ensembles.
Allen, die mehr wissen wollen, sei eine Führung empfohlen sowie die Lektüre des kleinen Kunstführers "Der Deutsche Ritterorden in Buro" von Matthias Prasse, erschienen 2008 im Herrenhaus-Kultur-Verlag und erhältlich in allen gut sortierten Buchläden sowie in der Touristen-Information in Coswig (Anh.). |